Geschichte der Deutschen Provinz

Provinzhaus Hl. Kreuz

1883 gingen erstmals drei Schwestern vom Hl. Kreuz von unserem Ursprungsort Menzingen, Schweiz, in die Mission nach Südafrika. Von dort wurde wegen der großen Armut Sr. Elekta Kaltenbach auf Sammelreise nach Europa geschickt. In ihrer Heimat Furtwangen/Baden besuchte sie Frau Kreszentia Löffler, die bereit war, einen Teil ihres Vermögens der südafrikanischen Mission zu geben; mit dem anderen Teil sollte ein Kloster für Anbetung und Mission gegründet werden. Nach schwierigen Suchaktionen konnte Sr. Elekta zu diesem Zweck in Altötting ein Anwesen erwerben. Ab 1896 wurden hier junge Frauen für die Missionen ausgebildet. 1901 bezog die junge Gemeinschaft einen Neubau, das sogenannte Kreszentiaheim, da das ursprüngliche Haus zu klein geworden war. 1898 begannen die ersten Missionsaussendungen von jungen Frauen nach Südafrika, bald auch nach Chile, Indien, Sri Lanka, Argentinien und 1931 nach Lettland.

Wegen des Krieges konnten die Schwestern nicht mehr in Missionsgebiete ausreisen, so dass in Deutschland Aufgabengebiete übernommen wurden. Dadurch begann eine neue Richtung in unserer Provinzgeschichte: neben den Missionsaussendungen, die ab 1921 wieder möglich waren, wurden weitere Niederlassungen in Deutschland gegründet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden erneut Schwestern in die Missionen ausgesandt; allerdings eine deutlich geringere Anzahl als zuvor. Heute leben von ihnen noch 24 zumeist betagte Schwestern in unseren Überseeprovinzen (Afrika und Lateinamerika). Immer mehr wurde in Deutschland nach Schwestern gefragt.

Die Aufgabengebiete veränderten sich im Laufe der Zeit. Heutige Tätigkeitsbereiche sind unter "Sendung" zu finden.

1968 wurde das „Kreszentiaheim“ Altötting in
„Provinz- und Missionshaus Hl. Kreuz“ umbenannt.