Aus unserm Provinzhaus in Altötting sind insgesamt 614 junge Schwestern ausgezogen, um in Südafrika, Lateinamerika und Indien als Missionarinnen zu wirken.

Am 13. Juni 2015 feierten wir Schwestern mit den Verwandten der vier verstorbenen Missionarinnen des Jahres 2014 einen Gedenkgottesdienst. Wir dachten dabei an:

Sr. Juditha Rutzinger aus Rutzing bei Griesbach. Sie wirkte 66 Jahre als Hebamme in Südafrika und „rettete das Leben von vielen werdenden Müttern. Unzählige Babies wurden durch ihre liebende Sorgfalt ins Leben gerufen, ungefähr 7000 pro Jahr“, so lesen wir im Nachruf.

Sr. Ruperta Maria Oellerer aus Freilassing war 64 Jahre als Missionarin in Indien. Sie wagte als Pionierin den Aufbruch zu den „Ärmsten der Armen“ in den Norden des Landes. Die Liebe der Mitschwestern und der Bevölkerung kam bei der Beerdigung zum Ausdruck.

Sr. Maria Theresia Eller stammt aus Wehr, Baden. 1953 fuhr sie mit dem Schiff nach Lateinamerika. Sie hat eine Bank für Arme gegründet und so vielen bedürftigen Menschen zu einer Lebensgrundlage verholfen. Ihr Motto war: „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Sr. Maria Carmela Schneller aus Ehingen, Bistum Augsburg war 67 Jahre als Missionarin in Südafrika. Sie hat vielen Kindern und Jugendlichen einen guten Start ins Leben ermöglicht. Ihre vielseitige Begabung hat sie eingesetzt als Musiklehrerin und Leiterin von Kinderchören.

 

Zu Beginn der Eucharistiefeier zog der Zelebrant Herr Pfarrer Kasimir Spielmann mit Verwandten und Mitschwestern der Missionarinnen in die Klosterkirche ein, während die Orgel spielte: „Geht in alle Welt und seid meine Zeugen“, dem Thema der Feier. Auf einem großen Globus waren die Wirkungsorte der Schwestern eingezeichnet. Durch Symbole (Rose, Licht, Stein) kam zum Ausdruck, dass die Missionarinnen zur Ursprungsfamilie gehören und zur Familie der Schwestern vom Heiligen Kreuz.

Nach dem Gottesdienst tauschten wir Erinnerungen aus über die Missionarinnen und ihren Einsatz.